Home Office im Handwerk:
wir zeigen was heute schon geht

Klar, die Baustelle kannst du schlecht ins Home Office verlegen. Welche Aufgaben doch - und vor allem WIE - zuhause sogar besser klappen, liest du hier.

12.08.2020
#Homeoffice #Handwerk #Auftragsbearbeitung
#Marketing #Cloud #Förderung #Digitalisierung
7 min
Korinna Jokers

2020 hat viel Aufmerksamkeit auf das Thema Home Office gelenkt: egal ob während einer Pandemie, am Wochenende oder einfach mal Zwischendurch.


Dein Job als Handwerker ist nach wie vor systemrelevant und damit unerlässlich. Und trotz Corona geht die Arbeit vor Ort auch in 2020 weiter. Hier heißt es nun für Kunden: „Rücksicht nehmen”, Sicherheitsabstand wahren und dich deinen Job machen lassen.


Den Abbund kann man vielleicht noch im Betrieb machen. Gerichtet wird jedoch auf der Baustelle! Der Klempner muss ebenfals ins Bad beim Mieter, der Estrichleger in den Neubau und der Tiefbauer auf die Straße.


Deshalb die Frage: gibt es Möglichkeiten, wie du als Handwerker auch von zu Hause aus arbeiten kannst?


Grundvoraussetzungen für das Home Office

Auch im Handwerk gibt es einige Tätigkeiten, die im Büro geschehen. Sei es Angebote kalkulieren, Termine planen oder an Werbethemen arbeiten. Und genau diese Aufgaben, kannst du prinzipiell auch lokal verlagern - ob ins Home Office, auf die Gartengarnitur oder ins Café nebenan.


Grundvoraussetzungen hierfür sind:


  1. Passende Aufgabengebiete
  2. Zugriff auf Daten - ortsunabhängig
  3. Abgestimmte Arbeitsweisen (bei > 1 Person)


BMWi fördert dein Home Office finanziell

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt Handwerker finanziell bei der Umsetzung von Home Office Arbeitsplätzen.

BMWi Förderprogramm digital-jetzt für Home Office Unterstützung
Förderprogramm digital-jetzt

Ganz konkret sollen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Handwerksbetriebe durch die finanzielle Unterstützung Home Office fähig werden.


Der Gedanke dahinter ist, kurzzeitig Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Die Förderung “digital-jetzt” geht die Herausforderung der Digitalisierung des Geschäftsalltags an. Mehr dazu hier.


In der Praxis bietet die Initiative Beratungsleistungen an, um sich als Unternehmen technologisch in den Bereichen Online-Handel, Digitalisierung und Sicherheitsbedarf weiterzuentwickeln. Doch welche Aufgabenbereiche können überhaupt in das Home Office verschoben werden?





Aufgabenbereiche fürs Home Office

Handwerkliche Arbeiten sind nur die eine Seite deines Jobs. Wichtig sind auch die administrativen Tätigkeiten:


  • Angebote kalkulieren
  • Rechnungen schreiben
  • Mitarbeiterplanung
  • (Bau- und Projekt-) Dokumentation
  • Marketing Aufgaben
  • Kundenkontakt via Mail & Telefon

Du siehst, es gibt eine ganze Reihe bürokratischer Aufgaben. Und wie gut sie sich tatsächlich im Home Office erledigen lassen, schauen uns nun an:




Zeit für Aufgaben, die im Alltag zu kurz kommen

Auftragsbearbeitung im Handwerk geht auch im Home Office
Fernab vom Betriebsalltag mal im Home Office Rechnungen schreiben, Quelle: unsplash

Auftragsbearbeitung

Besonders gut kann die Auftragsbearbeitung im Home Office erledigt werden. Gemeint ist also das Schreiben von Rechnungen und das Kalkulieren von Angeboten, was während der Regelarbeitszeit häufig zu kurz kommt weil zu wenig Zeit dafür bleibt.


Reizvoll ist: schreibe ich von woanders aus meine Rechnungen, haben ich gegebenfalls mehr Abstand zum Betriebsalltag und dadurch mehr Konzentration. So lassen sich Zahlendreher eher vermeiden.


Digitales Vernetzen

Während der Home Office Zeit fällt es vielen Betrieben schwer sich zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen. Hier helfen z. B. digitale Handwerksmessen, die hier und da schon online angeboten werden. So können Betriebe miteinander kommunizieren und Projekte für die Zukunft planen. Via Google, Handwerkskammern und Innnungen findet man schnell gute Veranstaltungen


Zudem kann auch der Kundenkontakt via Mail und Telefon leicht aus dem Home Office gepflegt werden. Keine Kreissäge im Hintergrund, keine Zwischenrufe durch Gesellen - in der Ruhe liegt die Kraft!


Auch bieten Soziale Medien das Potential dich zu vernetzen, was uns zum nächsten Punkt bringt:


Vermarktung deines Unternehmens

Entspannt lassen sich Marketing Aufgaben vom Home Office aus erledigen. Viele kleinere Handwerksbetriebe verfügen noch nicht über eine Onlinepräsenz, sprich eine Webseite oder Unternehmensseiten bei Google und Facebook.


Während deiner Zeit im Home Office kann an dieser Baustelle Hand angelegt werden: Erstelle oder beauftrage eine eigene Webseite, um in der Zukunft mehr Kunden durch Einblicke in deinen Betrieb zu gewinnen. Du und dein Betrieb habt besondere Fähigkeiten, die dich/euch besonders machen? Setze diese gekonnt ins Szene!




Die nötige Soft- & Hardware

Um das Home Office im Handwerk möglich zu machen, wird neben der Hardware wie Laptops, Tablets und eine Internetverbindung vor allem auch Handwerkersoftware benötigt, die sich außerhalb des Büros bedienen lässt.


Grundvoraussetzungen für Home Office: Hardware, ortsunabhängiger Datenzugriff, Prozesse
Grundvoraussetzungen für Home Office (eigene Grafik)

Cloud Lösungen

Cloudsoftware ist ein cleverer Helfer, da durch sie das Büro auf ortsunabhängig gemacht wird. Habe ich Daten auf meinem Server/Netzwerk meines Betriebs, benötige ich eine sogenannte VPN Verbindung, um auf diese Daten Zugriff zu erhalten. Das geht auch - eine Handwerkersoftware in der Cloud macht es mir allerdings deutlich einfacher.


Wechsel zu intelligenten Lösungen

An dieser Stelle ist eine Vereinfachung deiner IT Infrastruktur durchaus interessant, da die Cloud hier nebst leichterem Zugriff auf Daten auch höhere Sicherheitsstandards, automatische Softwareupdates und oftmals bessere Nachverfolgung von Veränderungen (sog. Versionsmanagement) ermöglicht. Mehr zu diesem Thema liest du auf unserem Blog.


Ordnung im Home Office

Plancraft und die Cloud helfen dir, das Home Office für den gesamten Bereich der Auftragsbearbeitung vor allem schnell und einfach umzusetzen. So können Dokumente und Daten mit dem gesamten Team einfach online geteilt und bearbeitet werden. Ein Wechsel wird besonders leicht gemacht, da Positionsdaten und Kontakte importiert werden können. Probier es gerne kostenlos aus oder buch dir eine unverbindliche Demo bei uns!


PS: das BMWI fördert auch Investitionen in Digitalisierungsprojekte. Statte z. B. deinen Betrieb mit Tablets + Plancraft aus und lass diese Maßnahme fördern. Mehr dazu hier.




Fazit

Ja, deine Arbeit als Handwerker kann auch teilweise in das Home Office verlagert werden. Die Auftragsabwicklung, Marketing und Rechnungen schreiben sind mit ein paar Grundvoraussetzung teilweise besser von zuhause zu erledigen.


  • Nutze die Zeit effektiv und erledige Aufgaben in Bereichen wie Auftragsbearbeitung und Marketing
  • Vernetze dich mit Kollegen und Kunden, um dein Unternehmen für die Zukunft auszubauen und fortzubilden. Denn auch deine Arbeit im Handwerks wächst mit dem technologischen Fortschritt
  • Besonders praktisch dafür sind Cloud Lösungen oder Apps (z. B. Plancraft, um Ordnung in dein Büro zu bringen)

Denn das Ziel sollte sein, deinem Unternehmen einen flexiblen Umgang mit Daten zu ermöglichen, egal ob von der Baustelle oder dem Home Office.




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