Die Digitale Zukunft des Dachdecker Handwerks - Creaton Zukunftstag

Digitalisierung, Nachwuchsförderung und Nachhaltigkeit meistern? Mit vereintem Innovationswillen aus Industrie, Handwerk und Herstellern möglich. Erfahre in diesem Beitrag die Lösungswege der Speaker vom Creaton Zukunftstag 2021

Es sind die großen Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die das Handwerk beschäftigen. Nun versammelte Dachziegelhersteller Creaton erstmals Fachbetriebe, Hersteller und Menschen an Schnittstellen des Dachdecker- und Zimmererhandwerks auf ihrem Zukunftstag in Stuttgart.

Wie eine erfolgreiche Zukunft aussehen kann und wie das Handwerk dahinkommt wurde von den Speakern der Messe pragmatisch aufgezeigt. Klar wurde: die Digitalisierung ist nur zu schaffen mit vielen kleinen Schritten. Aber es braucht noch mehr.

Über Sinn, Demografie & Netzwerken

Der Zukunftstag beinhaltete Impulsvorträge, begleitende Barcamps und ein Fachforum mit innovativen Technologien und Vernetzungsmöglichkeiten.

Nach Einstimmung durch den Veranstalter sowie den Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (Mike Schilling, ZVDH) und Holzbau Baden-Württemberg (Gerd Renz) macht Jörg Mosler den Aufschlag.

Mitarbeiter gewinnen heißt Menschen gewinnen

Speaker Jörg Mosler auf seinem Instagram Profil zum Impulsvortrag (Bildrechte: @joerg_mosler)

Mit diesen Worten macht der im Handwerk weit bekannte Speaker Jörg Mosler klar, dass nur über Emotionen, Sinn und Charakter ein Handwerksbetrieb erfolgreich funktioniert.

Mitarbeiter und vor allem Kunden werden nicht allein von Arbeitsleistung oder Gehalt überzeugt und begeistert. Vielmehr braucht es starke, positive Emotionen, die jede*r durch Authentizität und das Quäntchen Extra-Einsatz erreichen kann.

Eine klare Vision hilft von Gründung an

In ähnliche Kerbe schlug auch der Schlussvortrag von unserem Plancraft Geschäftsführer Julian Wiedenhaus. In seinem Impulsvortrag über Parallelen und Unterschieden in der Gründung eines Startups, bzw. Handwerksbetriebs verwies auch er auf die Bedeutung von einer klaren Vision.

"100% der Betriebe wissen was sie tun, die wenigstens aber warum."

Der ursprüngliche Antrieb zu gründen basiert oft auf einem Problem, das gelöst werden soll. Diese Motivation und Leidenschaft gilt es der Umwelt zu zeigen. Produkte und Dienstleistungen sind dann der Ausdruck dieses Antriebs.

Das moderne Dach braucht mehr Kollaboration

Dachdecker Podcast Moderator und Landesinnungsmeister BW Karl-Heinz Krawczyk hat in seinem Impulsvortrag die wichtigsten Themen im modernen Dachdeckerhandwerk auf den Punkt gebracht: von arbeiten in der Cloud bis ein notwendiges Umdenken zur Klimakrise.

Das Dach von Morgen hat mehr und mehr Anforderungen. Das bedeutet, dass Elektriker, Zimmmerer und Dachdecker zusammenarbeiten müssen.

Die Installation von modernen Energielösungen auf den Dächern unserer Häuser und damit den Dächern unserer Städte ist unerlässlich, so Krawczyk. Dazu braucht es die Expertise und das fachliche Know-How mehrere Gewerke. Es wird ein Denken in Projekten und nicht mehr nur in Gewerken benötigt.

Wortneuschöpfung, die das gemeinsame Erreichen einer Energiewende durch das Handwerk verdeutlichen soll (Urheber: Karl-Heinz Krawcyzk)

Digitalisierung: Schritt für Schritt zum Erfolg

Dem großen Thema des Tages - Digitalisierung - nahmen sich viele Sprecher an.

Bei allen wurde klar: die Digitalisierung ist ein riesiges Spektrum und für jeden Betrieb ein Stückchen unterschiedlich. Daher hilft es nur Probleme peut à peut zu lösen.

Felix und Anne Moll am Tablet (Quelle: Dach.live)

Den Erfolg dieses Ansatzes zeigten die Molls besonders anschlaulich. Nach einer Analyse der Kernbereiche ihres Betriebs ordnen sie vom Fundament (ERP / Handwerkersoftare) bis zur Kommunikation mit Mitarbeitern oder der Nachbetreuung von Kunden Lösungen passend zu.

Wie wird sich das Dachdecker Handwerk entwickeln?

Die Betriebszahlen sind rückläufig. Von über 103.000 Dachdecker und Zimmerern in Deutschland werden wir bis 2030 einen deutlichen Einbruch sehen. Schätzungen variieren deutlich. Für das gesamte Handwerk stehen bis 2030 ca. 125.000 Betriebe und 75.000 Unternehmen altersbedingt zur Übernahme frei.

Schuld daran: der demographische Wandel. Viele der Boomer Generation gehen in den nächsten Jahre altersbedingt in Rente und der Nachwuchs ist zahlenmäßig nicht stark genug vertreten.

Digital, authentisch, mit Expertise und Nachhaltigkeit - nur so können junge Leute begeistert und für das Dach der Zukunft gewonnen werden. Die Herausforderungen sind vielfältig. Aber Veranstaltungen wie der Creaton Zukunftstag lenken das Licht auf die richtigen Stellen. Mit vereintem Veränderungs-, Verbesserungs- und Innovationswillen werden diese Mega Aufgaben gemeistert.


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